Die Zentralschweizer U15-Auswahl ist die beste der Schweiz! An der nationalen U15-Trophy in Kerzers holte die "Top-15 Zentralschweiz" sensationell Gold. Die jungen Cracks der ZNF siegten im Final gegen den Trophysieger der vergangenen Jahre, der Auswahl aus dem Kanton Bern, mit 4:2.
Die vielen Zuschauer im Schmittegässli in Kerzers wurden für ihren Besuch belohnt. Stets intensive, nicht selten knappe und meist spannende Spiele wurden von den jungen Cracks geboten. Und dieselben Zuschauer, sofern sie denn Berner waren, mussten sich wohl die Augen reiben, als der vermeintliche Aussenseiter Zentralschweiz im Final gegen die Platzherren nicht nur dran blieb, sondern die Partie - trotz des deutlichen höheren Ballbesitzes des Überteams aus dem Kanton Bern - erstaunlich sicher kontrollierte. Der Berner Bär biss sich förmlich die Zähne am starken Kollektiv der ZNF-Auswahl aus. Erstmals heisst damit der U15-Trophy-Sieger nicht Bern. Die Zentralschweizer stiessen dabei den Titelverteidiger nicht von ungefähr vom Thron. Dank eines funktionierenden Kollektivspiels, 4 homogenen Blöcken, schnellen spielstarken Einzelspielern, einer soliden Defensive, einem herausragenden Keeper aber auch dank Teamgeist und taktischer Cleverness blieb die Auswahl der Zentralschweizer Nachwuchsföderung über die gesamte Gruppenphase ohne eine einzigen Gegentreffer, kassierte auch im Halbfinal gegen Graubünden nur ein Tor und stellte die Dominatoren der letzen Jahre vor unlösbare Probleme. Die Hausherren mussten sich mit der Silbermedaille begnügen. Bronze holte die Mannschaft aus St. Gallen-Appenzell.
 Sieger Weiss+Appetito U15 Trophy 2009: Zentralschweiz
Der Umsturz an der Spitze erfolgte dabei nicht ohne Vorankündigung - nur hatte vor Jahresfrist wohl kaum jemand die Zeichen wahrgenommen, nicht wahrnehmen können: Denn bereits anlässlich der Trophy im letzten Jahr war die Zentralschweiz nahe dran an der Spitze, holte aber "nur" Bronze, weil durch einen mehr als seltsamen Modus (keine Halbfinals) der Gewinn der realistischen Silbermedaille nicht möglich war. Dass nun der Sprung zur Nummer 1 des Landes möglich war, hatte auch damit zu tun, dass die ZNF-Auswahl sich als veritable Turniermannschaft entpuppte. Sie startete erfolgreich und wuchs mit zunehmender Dauer an den Aufgaben. Anders als vor Jahresfrist, mussten die Zentralschweizer nicht gleich im ersten Spiel gegen die équipe à battre aus dem Kanton Bern antreten.
Stattdessen traf man zur Ouvertüre auf St. Gallen-Appenzell. Die Ostschweizer verfügten über ein starkes Kollektiv und ein schnelles Offensivspiel, allerdings war es mit deren Effizienz nicht zum Besten bestellt. In den ersten Minuten überfluteten sie die Zentralschweizer Defensive mit Verteidigungsarbeit, hatten zahlreiche Chancen zum Führungstreffer. Dass die ZNFler diese erste Phase unbeschadet überstanden, lag am kämpferischen Einsatz der vier Blöcke (an denen - mit Doppeleinsätzen einiger Leistungsträger - bis in den Final eisern festgehalten wurde) aber auch am überragenden Keeper der Zentralschweizer, Florian Bär, der sich auch im weiteren Verlauf des Turniers als beinahe unüberwindbar für gegnerische Stürmer erweisen sollte. Die ZNF-Jungs steigerten sich im Verlauf der Partie immer mehr und ab dem 2. Drittel waren sie es, welche die offensiven Akzente setzten. Für die Treffer zum verdienten 2:0 war Manuel Staub als Doppeltorschütze verantwortlich.
Das zweite Gruppenspiel gegen Tessin war eine einseitige Angelegenheit. Insbesondere der erste Block mit den Leistungsträgern Cédric Zellweger, Manuel Staub und Joël Galliker setzte der Tessiner Defensive zu. Doch auch die anderen Blöcke, gespickt mit taltentierten 94er, 95er und sogar 96er Jahrgängen überzeugten restlos und machten offensive Musik. Zum Schluss stand es 7:0.
Das letzte Gruppenspiel, diesmal gegen Thurgau am Sonntag Morgen, war kein Leckerbissen. Dennoch blieben die ZNF-Jungs erneut ohne Gegentor. Sie gewannen 2:0.In zwei Gruppen traten die Schweizer U15-Auswahlen gegeinander an. In der Gruppe A setzte sich erwartungsgemäss Titelverteidiger Bern mit dem Punktemaximum (6) vor Graubünden (4) durch. Dahinter klassierten sich mit je einem Punkt Zürich und die Romandie. In der Gruppe B dominierte die Zentralschweiz (6) vor St. Gallen-Appenzell (4), Ticino (2) und Thurgau (0).
Dann standen die Halbfinals an. Die Zentralschweiz und Graubünden kreuzten dabei die Klingen. Es war ein Hängen und Würgen um jeden Meter Raum auf dem Feld. Die Zentralschweizer führten deutlich die feinere Klinge, hatten mehr vom Spiel, doch blieben die Bündner, bestehend hauptsächlich aus Spielern von Alligator Malans und Chur Unihockey durch hartes Körperspiel und Konter gefährlich. Nach der regulären Spielzeit, einer 5-minütigen Verlängerung und einem ausgeglichenen und zähen Ringen endete die Partie 1:1. Das Penaltyschiessen entschied zugunsten der Zentralschweiz.Im anderen Halbfinal traf die Berner Auswahl auf den Zweiten der Gruppe B, St. Gallen-Appenzell. Dabei setzten sich die favorisierten Berner in einem interessanten Spiel zum Schluss erwartungsgemäss mit 6:3 durch.
Für das Finalspiel qualifizierten sich somit die beiden verlustpunktlosen Gruppensieger Bern und Zentralschweiz. Es war spannend und lange Zeit heiss umkämpft. Die Berner machten zwar meist das Spiel, doch die Zentralschweiz, bis dahin mit nur einem Gegentor im Turnier, hielt gut mit und war besonders mit schnell vorgetragenen Gegenstössen gefährlich. Den Führungstreffer der Zentralschweizer glichen die Berner im Powerplay aus. Kaum war das zweite Drittel angepfiffen, nutzte der Aussenseiter aus der Zentralschweiz seinerseits ein Powerplay zur 2:1-Führung. Das 3:1 stellte die Weichen in Richtung erstmaliger Finalniederlage der Berner Auswahl, die noch einmal auf 2:3 herankam. Der vierte Treffer der Zentralschweizer war dann aber die Entscheidung.
Im Spiel um Platz 3 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Schliesslich gewann St. Gallen als zweitplatzierter der Gruppe B verdient gegen Graubünden mit 9:5 und sicherte sich die Bronzemedaille. Der erstmalige Trophygewinn der Zentralschweiz ist das Resultat der Bemühungen der Zentralschweizer Nachwuchsförderung und der Zusammenarbeit zwischen den hiesigen Vereinen!
Herzliche Gratulation zu diesem tollen und wichtigen Erfolg! Samstag, 2. Mai 2009 | 09:00 | Zürich | – | Bern | 1 : 7 | | 10:15 | Romandie | – | Graubünden | 1 : 6 | | 11:30 | Thurgau | – | Ticino | 4 : 6 | | 12:45 | St.Gallen-Appenzell | – | Zentralschweiz | 0 : 2 | | 14:00 | Romandie | – | Zürich | 2 : 2 | | 15:15 | Bern | – | Graubünden | 3 : 2 | | 16:30 | St.Gallen-Appenzell | – | Thurgau | 5 : 4 | | 17:45 | Ticino | – | Zentralschweiz | 0 : 7 | | 19:00 | Graubünden | – | Zürich | 5 : 3 | | 20:15 | Bern | – | Romandie | 6 : 1 | Sonntag, 3. Mai 2009 | 08:00 | Ticino | – | St.Gallen-Appenzell | 1:7 | | 09:15 | Zentralschweiz | – | Thurgau | 2:0 | Halbfinals | 11:00 | Bern | – | St. Gallen-Appenzell | 6:3 | | 12:30 | Zentralschweiz | – | Graubünden | 2:1 n.P. | Spiel um Platz 3 | 14:45 | St. Gallen-Appenzell | – | Graubünden | 9:5 | Final | 16.15 | Bern | – | Zentralschweiz | 2:4 | Portrait U15 Zentralschweiz |